Protokollband Nr.28 - Jahr 2004

Description


Aus den inzwischen zahlreichen detaillierten Verbrauchsmessungen in Passivhäusern zeigt sich, dass die Wärmeverbräuche nicht nur im Mittel bei sehr geringen Werten liegen, sondern entsprechend der Streuung regelmäßig Verbräuche deutlich unter dem Mittelwert auftreten. Die Ursachen der Streuung sind hauptsächlich in den nutzerbedingten Unterschieden der Raumlufttemperatur zu finden. Interessant in diesem Zusammen-hang ist jedoch, dass diese tatsächlich auftretenden geringen Verbrauchswerte einen indirekten Beleg für extrem geringe Übergabe- und Verteilverluste im Passivhaus darstellen. Diese Verluste können nicht höher sein, als der tatsächlich gemessene Wärmeverbrauch. Sie stellen also keinen additiven konstanten Betrag dar, sondern wachsen proportional zum Verbrauch, der regelungstechnische Einfluss auf die Zusatzverluste sinkt mit abnehmendem Heizwärmebedarf. Im Rahmen dieses Arbeitskreises werden die Zusammenhänge, die hier qualitativ erläutert wurden, quantitativ nachgewiesen. Auf dieser Grundlage sollen dann Hinweise für Planer und Anlagenentwickler speziell für Passivhausprojekte abgeleitet werden. Aufgabenschwerpunkte im Rahmen des 28. Arbeitskreises: Wärmeübergabeverluste der reinen Zuluftheizung Wärmeverteilverluste der Zuluftheizung Übergabe und Verteilverluste zusätzlicher statischer Heizflächen wie sie im Passivhaus in Form eines Badheizkörpers häufig realisiert werden. Übergabe- und Verteilverluste bei ausschließlicher Wärmeversorgung über statische Heizflächen im Passivhaus. Untersuchung der Konsequenzen für die Planung und Auslegung der Wärmeverteilstränge im Passivhaus sowie die Einflüsse der Regelung auf den Temperaturgang; Ableitung von Empfehlungen für Planung und Projektierung.