Protokollband Nr.34 - Jahr 2007

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Vorwort: (Dr. Wolfgang Feist, Passivhaus Institut) Rückschau und Ausblick zum Beginn der Phase IV des Arbeitskreises kostengüngstige Passivhäuser zeigt, dass die wesentlichen Grundlagen zum Passivhaus fast vollständig abgearbeitet wurden. Zukünftig, wie bereits in diesem Protokollband umgesetzt, sollen primär Lösungen für hohe Nutzerfreundlichkeit, Komfort und Kostenreduktion gesucht werden. Exemplarisch wird dies am Beispiel Kompaktgerät aufgezeigt. Einführung und Grundlagen zum Schallschutz im Passivhaus mit Wärmepumpen und WP-Kompaktgeräten (Dr.-Ing. Rainer Pfluger, Passivhaus Institut) Grundlagen und Begriffe wie Schallleistung und Schalldruck, Pegelbewertung werden anschaulich erläutert und die Schallschutzmaßnahmen im Überblick dargestellt.

So fällt der Einstieg in die Thematik leichter und die Ergebnisse der nachfolgenden Beiträge können besser eingeordnet werden. Von der Schallquelle bis zum Ohr - Systematische Analyse von Schallentstehung, Ausbreitung und Schallschutz (Dr.-Ing. Rainer Pfluger, Passivhaus Institut) Wer effektiven Schallschutz betreiben will sollte zunächst die Schallquelle genau analysieren. In diesem Beitrag werden die wesentlichen Mechanismen und Schallquellen bei Wärmepumpen erläutert und angepasste Maßnahmen am Gerät, dem Gehäuse sowie dem Kanalnetz vorgestellt. Messung und Bewertung von tieffrequentem Schall: Analyse der Normen, Verordnungen und Richtlinien (Dr.-Ing. Rainer Pfluger, Passivhaus Institut) Im Rahmen der Bauakustik wird üblicherweise nur der Frequenzbereich von 100 Hz bis 3kHz betrachtet. Für Wärmepumpen ist aber insbesondere der tieffrequente Bereich unter 100 Hz von Interesse. Daher geht dieser Beitrag nicht nur auf die Vorschriften für den Schallschutz im Hochbau ein, sondern erläutert insbesondere die Anwendung der DIN 45680, welche Anhaltswerte für die Bewertung tieffrequenter Geräuschimmissionen gibt. Luft- und körperschallbedingte Geräuschentwicklung von Wärmepumpen im Passivhausbau (Prof. Dr.-Ing. Gh. R. Sinambari, FH Bingen, FB 1, Studiengang Umweltschutz & IBS Ingenieurbüro für Schall- und Schwingungstechnik GmbH, Frankenthal)

Die strenge Trennung von Luft- und Körperschall stellt eine wichtige Voraussetzung für Schallschutzmaßnahmen dar. Diese wird an einer Wärmepumpeninstallation erläutert. Zur Vermeidung von Körperschall stellt die Schwingungsisolierung eine wirksame Maßnahme dar. Die Begriffe Eigenfrequenz, Dämpfungsgrad und Impedanz werden in der Anwendung erläutert. Ein Abschnitt über die Messung tieffrequenter Geräuschemmissionen schließt diesen Beitrag ab. Möglichkeiten und Produkte zur Schallisolierung und Schwingungsisolierung von Anlagentechnik im Wohnungsbau (Josef Kirberich, HumanTec GmbH) Werkstoffe und Anwendungsbereiche für Lagerungsmöglichkeiten von Wärmepumpen sowie von Luftkanälen werden ebenso vorgestellt wie Materialien und Produkte zur Luftschallabsorption bis hin zu Mehrschichtigen Systemen und Schallschutzpaneelen.

Es werden aber auch die Grenzen der Schallisolierung und Schwingungsisolierung von Anlagentechnik insbesondere im Leichtbau aufgezeigt. Möglichkeiten und Grenzen innovativer Schalldämpfer im tieffrequenten Bereich (Dr.-Ing. Olaf Knospe, Westaflexwerk GmbH) Welche Dämpfungsmechanismen eignen sich für welchen Anwendungsbereich - insbesondere im tieffrequenten Bereich? Möglichkeiten und Grenzen von passiven und aktiven Schalldämpfern werden aufgezeigt. Kanalschalldämpfer mit unterschiedlichen Absorbermaterialien und Dämpfungsverfahren bis hin zu mikroperforierten Absorbern werden erläutert.

Passivhaus-Kompaktgeräte - Gerätetechnischer Schallschutz ab Werk (Ergebnisprotokoll zur Diskussionsrunde verschiedener PH-Kompaktgerätehersteller) Im Rahmen des Arbeitskreises 34 in Osnabrück fand eine Podiumsdiskussion mit Herstellern von Wärmepumpen-Kompaktgeräten statt. Das Ergebnisprotokoll der Diskussionsrunde wird in diesem Abschnitt dokumentiert. Es gibt den derzeitigen Stand der Technik wieder und beschreibt Möglichkeiten, Ziele und Anforderungen für die Zukunft dieser Versorgungsvariante. Projektbeispiel für den Einsatz von PH-Kompaktgeräten im Geschosswohnungsbau - Passivhaus-Wohnhausanlage Pantucekgasse, Wien (Wilhelm Hofbauer, Ingenieurbüro Hofbauer, Wien) Haustechnikkonzept und Schallmessungen aus der derzeit größten Passivhaus-Wohnhausanlage Österreichs mit 114 Wohneinheiten in Wien, Pantucekgasse werden ausgeführt. Exemplarische Frequenzspektren der Schallmessungen in typischen Wohneinheiten unterschiedlicher Grundrissvarianten werden dargestellt und interpretiert.

Schlussfolgerungen und Empfehlungen für künftige Bauprojekte können abgeleitet werden. Baulicher Schallschutz für gebäudetechnische Systeme - Lösungsvorschläge für Planer und Architekten (Dr.-Ing. Rainer Pfluger, Passivhaus Institut) Welche Daten sind Voraussetzung für die Dimensionierung, welche Möglichkeiten bieten sich für die Geräteaufstellung und was ist dabei jeweils zu beachten? Fragen zur konkreten baulichen Umsetzung der Schallschutzmaßnahmen werden in diesem Abschnitt behandelt. Insbesondere auf die Qualität der Einhausung und Türe, die Deckenabhängung und Anordnung der Schalldämpfer wird eingegangen. Für den Planer stellt die Schallschutzsimulation heute ein Möglichkeit zur Vorabeinschätzung der Bauakustik in der Planungsphase dar. Unter welchen Voraussetzungen diese auch im tieffrequenten Bereich angewendet werden kann, wird ebenfalls behandelt.