Protokollband Nr.29 - Jahr 2005

Description


Das Passivhaus erfordert einen besonders hohen Wärmeschutz aller Außenwandbauteile, sowohl in der Fläche als auch bzgl. der Anschlussdetails. Das Dach spiel hier aufgrund seines hohen Flächenanteils eine besondere Rolle, insbesondere für die Wohneinheiten im obersten Geschoss im Mehrfamilienhaus treten hier zusätzliche Transmissionswärmeströme auf. Im Geschosswohnungsbau sind oft geringere Dämmstärken im Dach ausreichend, um das Heizwärmekriterium zu erfüllen. Eine häufige Frage ist, ob daher die auftretenden Heizlasten bei Dachgeschosswohnungen mit hohem Außenflächenanteil kritisch sind. In der Arbeitskreissitzung werden die auftretenden Heizlasten in einer Dachgeschosswohnung systematisch untersucht. Neben Betrachtungen zur Heizlast werden die Vorgänge des Wärmeübergangs an der Dachoberfläche bei unterschiedlichen Oberflächen betrachtet und die Auswirkung auf die Behaglichkeit im Sommer diskutiert. Im Praxisteil werden Dachkonstruktionen vorgestellt und hinsichtlich des Dämmstandards und der Kosten bewertet. Der Fokus liegt dabei auf einfachen Lösungen für das hochwärmegedämmten Dach. Sowohl hinsichtlich der Luftdichtheit als auch bzgl. der Wärmebrücken ist der Anschluss Dach / Außenwand von Bedeutung. Je nach Bauweise tritt an dieser Stelle häufig ein Materialwechsel (Bsp. Massivbau / Leichbau-Dachkonstruktion) auf. Hierfür werden optimierte Luftdichtheitskonzepte und wärmebrückenfreie Anschlüsse vorgestellt. Es werden praxisnahe hochwärmegedämmte Dachkonstruktionen und Anschlussdetails vorgestellt. Die energetische und ökonomische Optimierung solcher Konstruktionen steht im Zentrum der Sitzung.